Morgen

Die Gummistiefel-Landschaft von morgen!
Wie kann man sich das zukünftige Netz von Kleingewässern vorstellen? Im Kulturland wird anstelle defekter Drainagen ein System von Gräben angelegt, abgestimmt auf die betrieblichen Anforderungen der Bauernhöfe. Viele können entlang von Flurstrassen geführt werden. Sie sind gesäumt von einem breiten Krautsaum, gepflegt durch die Bewirtschafter, entgolten durch Direktzahlungen. An Stellen, die zur Vernässung neigen, entstehen Flecken mit Nassvegetation, von der extensiven Feuchtwiese bis zum Seggenmoor. Tümpel an Wegkreuzungen sind Laichplätze für Amphibien. Dieses Netz ist verbunden mit murmelnden Waldbächlein, deren Quellen aus ihren Fassungen befreit wurden. Sie verlaufen bis zum Waldrand zwischen „Bachbumbele“ und Bärlauch.Das Grabensystem des Kulturlandes wird innerhalb der Bauzone weiter geführt, wo insbesondere neue Wohnquartiere von Beginn weg attraktive Spiel- und Staumöglichkeiten erhalten. Wo naturnahe Strukturen noch heranwachsen müssen, sind Bächlein und Gräben ideal. Sie bieten von Start weg eine reiche Struktur und ein ebenso reiches Tierleben. Die Artenvielfalt wird markant steigen und es entstehen ideale Wanderachsen für Kleintiere. Kleingewässer ergänzen feinmaschig das lückige Netz der grösseren Bäche und Teiche in Wald, Flur und Stadt. Wenn einst 50 Prozent des Gewässernetzes des 19. Jahrhunderts wieder naturnah verlaufen, können unsere Kinder stolz auf uns zurück blicken.

Das Nunningerbächli in Bretzwil ist das 20. Projekt innerhalb der Aktion Gummistiefelland-BL
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In Zunzgen wurde das Hardbächli auf einer Länge von 80 m ausgedolt und ein neuer Weiher erstellt.
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